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🕯️ Wachse

Paraffinwachs

Paraffinwachs ist das vielseitigste und günstigste Kerzenwachs: kräftige Farben, leichtes Entformen und der stärkste Duftwurf.

Von CeraVelas-Team Aktualisiert am ⏱ 7 Min. Lesezeit
Herkunft
Mineralisch (Erdöl)
Schmelzpunkt
52–64 °C
Duftöl zugeben bei
80–85 °C
Gießtemperatur
65–85 °C
Maximaler Duftölanteil
10 %
Ideal für
Kerzen im Glas, Stumpenkerzen, Votivkerzen, Teelichter, Schwimmkerzen und Stabkerzen
Vegan
Ja
Preis
€
Duftentfaltung
Brenndauer
Verarbeitung

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📑 Inhalt +

⚡ Die besten Optionen: Paraffinwachs

Verfügbarkeit geprüft am 6. Oktober 2026
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Was ist Paraffinwachs?

Paraffin ist ein mineralisches Wachs, das bei der Erdölraffination entsteht. Für Kerzen verwendet man vollraffiniertes Paraffin mit sehr geringem Ölgehalt – geruchlos, weiß und sehr stabil. Jahrzehntelang war es das Standardwachs der Kerzenindustrie, und noch heute steckt es in einem Großteil der Kerzen aus dem Handel.

Seine große Stärke ist die Vielseitigkeit: Je nach Schmelzpunkt eignet es sich für Container- und Votivkerzen, Stumpen, Spitzkerzen oder Schwimmkerzen. Außerdem gibt es Duft sehr kräftig ab und nimmt Farbe leuchtend an. Der Haken ist die fossile Herkunft – viele Kerzenmacher greifen deshalb inzwischen lieber zu Pflanzenwachsen.

Sorten und Zusätze

Paraffin wird vor allem nach Schmelzpunkt eingeteilt:

  • Niedrigschmelzend (52–56 °C): für Gefäßkerzen; haftet gut am Glas.
  • Mittlerer Schmelzpunkt (56–60 °C): Votivkerzen und allgemeine Zwecke.
  • Hochschmelzend (58–64 °C): Stumpen, Spitzkerzen und Schwimmkerzen, die frei stehen müssen.

Erhältlich ist es als Platten, Pastillen oder Granulat. Zwei klassische Zusätze: Stearin (Stearinsäure, etwa 10 %) sorgt für Deckkraft und Härte und erleichtert das Entformen; Vybar reduziert in kleinen Mengen Marmorierungen und hilft, den Duft zu binden. Außerdem gibt es Paraffin-Soja-Mischungen wie IGI 4630 aus den USA. Wer eine fertige Mischung für Stumpen sucht, schaut sich das Stumpenkerzenwachs an.

Die wichtigsten Daten

EigenschaftRichtwert
Schmelzpunkt52–64 °C (je nach Sorte)
Duftöl zugeben bei80–85 °C
Gießtemperatur65–75 °C im Gefäß, 75–85 °C für Stumpen
Maximale Duftölmengebis 10 %
Ideal fürGefäße, Stumpen, Votivkerzen, Teelichter, Schwimmkerzen, Spitzkerzen
Übliche DochteCD, HTP, Flachdocht
Reifezeit2–5 Tage
Dichte ca.0,90 g/ml
VeganJa (mineralischen Ursprungs)

Typische Bereiche – prüfe immer das Datenblatt des Herstellers.

Vor- und Nachteile

Dafür spricht: Paraffin ist günstig, leicht zu verarbeiten und fehlertolerant, hat einen hervorragenden Duftwurf und ergibt sehr kräftige Farben. Es reift schnell und löst sich mühelos aus der Form. Dagegen spricht: Es stammt aus Erdöl, ist nicht nachwachsend und rußt stärker, wenn der Docht zu groß oder nicht gekürzt ist. Zur Entscheidung hilft unser Vergleich Soja vs. Paraffin.

So verarbeitest du Paraffin

Schmelze Paraffin im Wasserbad oder im Schmelzkännchen – nie über offener Flamme, denn überhitztes Wachs ist entflammbar. Bring es mit dem Thermometer auf 80–85 °C, gib Farbchips und Duftöl dazu und rühre zwei Minuten. Gieße bei 65–75 °C in Gefäße oder bei 75–85 °C in Stumpenformen. Beim Abkühlen zieht sich Paraffin zusammen und bildet am Docht eine Einsenkung: Stich die Oberfläche ein und gieße ein zweites Mal ein paar Grad heißer nach. Nach zwei bis drei Tagen Reifezeit kannst du die Kerze anzünden.

Dochte und Duftöl

Paraffin brennt bereitwillig und braucht deshalb meist etwas dünnere Dochte als Soja. CD-Dochte und HTP-Dochte sind in Gefäßen am verbreitetsten; für Stumpen und Spitzkerzen nimmt man Flach- oder Quadratdochte. Beim Duft erzielst du mit 6–8 % bereits eine kräftig duftende Kerze, bis 10 % sind möglich, wenn dein Lieferant es freigibt.

Häufige Probleme

  • Einsenkungen: beim Abkühlen normal; mit einem zweiten Guss ausgleichen.
  • Querlinien an der Seite: kalte Form oder zu kühl gegossen; Form vorwärmen.
  • Marmorierung: weiße Flecken durch das Duftöl; Vybar zugeben oder weniger Duftöl verwenden.
  • Luftblasen: langsam gießen und leicht gegen die Form klopfen.
  • Schwarzer Rauch oder „Pilzkopf“ am Docht: auf 5 mm kürzen oder eine Nummer kleiner wählen.

Lies auch unseren Ratgeber zur Kerzensicherheit – und lass eine brennende Kerze nie unbeaufsichtigt.

Einsatzbereiche: Paraffinwachs

  • Stumpen- und Votivkerzen
  • Stark duftende Gefäßkerzen
  • Schwimm- und Spitzkerzen
  • Kerzen in kräftigen Farben
  • Teelichter

Vor- und Nachteile

👍 Vorteile

  • ✓ Stärkster Duftwurf
  • ✓ Günstig und leicht erhältlich
  • ✓ Leuchtende Farben und glänzendes Finish
  • ✓ Lässt sich leicht entformen
  • ✓ Reift in wenigen Tagen

👎 Nachteile

  • ✗ Fossil und nicht nachwachsend
  • ✗ Mehr Ruß bei falschem Docht
  • ✗ Zieht sich zusammen und bildet Einsenkungen
  • ✗ Weniger umweltfreundliches Image

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Paraffinwachs

  1. Paraffin nach dem Schmelzpunkt wählen, den deine Kerzenart braucht.
  2. Paraffin im Wasserbad schmelzen, nie über offener Flamme.
  3. Gefäß oder Form mit zentriertem Docht vorbereiten.
  4. Bei 80–85 °C Farbe und Duftöl (6–10 %) zugeben.
  5. Zwei Minuten sanft rühren.
  6. Bei 65–75 °C in Gefäße oder bei 75–85 °C in Stumpenformen gießen.
  7. Beim Abkühlen die Oberfläche einstechen und nachgießen.
  8. 2–5 Tage reifen lassen und den Docht vor dem Anzünden auf 5 mm kürzen.

Tipps

  • Gib Stumpenwachs etwa 10 % Stearin für mehr Härte und leichteres Entformen zu.
  • Metallformen vorwärmen, damit keine Querlinien entstehen.
  • Halte etwas Wachs für den zweiten Guss zurück.
  • Für satte, kräftige Farben ist Paraffin unschlagbar.
  • Mach vor dem Verkaufen oder Verschenken einen Testbrand.

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Paraffinwachs im Vergleich zu anderen Wachsen

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Häufige Fragen

Welches Paraffin kaufe ich für Kerzen im Glas?+

Ein niedrigschmelzendes Paraffin (52–56 °C) oder eine spezielle Containermischung. Es haftet am Glas und lässt den Schmelzteller bis zum Rand entstehen.

Wofür ist Stearin gut?+

Es härtet Paraffin, macht es deckender, erleichtert das Entformen und verlängert die Brenndauer von Stumpen. Üblich sind etwa 10 % vom Wachsgewicht.

Ist Paraffin giftig?+

Vollraffiniertes Kerzenparaffin brennt mit passendem, gekürztem Docht sicher ab. Ruß entsteht meist durch zu große oder zu lange Dochte. Lüfte den Raum und lass Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen.

Warum hat meine Paraffinkerze ein Loch in der Mitte?+

Paraffin zieht sich beim Abkühlen zusammen und bildet am Docht eine Einsenkung. Stich die Oberfläche ein und fülle sie mit einem zweiten, etwas heißeren Guss auf.

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