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🔥 Anleitung

Teelichter

Teelichter sind klein, schnell gemacht und perfekt für Duftlampen, Windlichter und festliche Tische. Mit etwas Vorbereitung füllst du zwei Dutzend in weniger als einer Stunde.

Von CeraVelas-Team Aktualisiert am ⏱ 6 Min. Lesezeit
Schwierigkeit
Einfach
Arbeitszeit
40 Min.
Reifezeit
7 Tage Reifezeit
Duftöl
3–6 %
Empfohlenes Wachs
Sojawachs
Teelichter
Foto: Steven Lek · CC0 · Wikimedia Commons

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📑 Inhalt +

Das brauchst du

Was du brauchst

Ein Teelicht ist eine winzige Kerze in einer Hülle aus Aluminium oder transparentem Polycarbonat. Diese Hülle gehört zur Sicherheit: Sie hält das flüssige Wachs zusammen, damit nichts ausläuft. Du brauchst Teelichthüllen, kurze Teelichtdochte mit Metallfuß (meist fertig konfektioniert als Baumwolldochte mit Fuß erhältlich), Wachs und nach Wunsch etwas Duftöl.

Am häufigsten wird Sojawachs für Containerkerzen verwendet, aber auch Raps- und Paraffinwachs funktionieren in diesem Format sehr gut. Werkzeug: ein Krug mit gutem Ausguss, Thermometer, Waage und ein flaches Backblech.

ChargengrößeWachsDuftöl bei 5 %Dochte und Hüllen
Test180 g9 g12
Standard350 g17 g24
Groß700 g35 g48

In eine Standardhülle passen etwa 12–15 g Wachs. Bei größeren »Maxi«-Hüllen rechnest du mit dem Wachsrechner neu.

Vorbereitung

Stell die Hüllen auf ein flaches Backblech, dicht beieinander, aber ohne dass sie sich berühren. Setz in jede Hülle einen Docht und drück den Fuß auf den Boden. Viele Teelichtdochte stehen von allein, aber ein Tropfen geschmolzenes Wachs oder ein kleiner Dochtkleber verhindert, dass sie beim Gießen verrutschen.

Teelichter brauchen nur wenig Duft. Weil sie so klein sind, bildet sich der Schmelzteller sofort, und zu viel Duftöl kann rußen oder den Docht ertränken. Üblich sind 3–6 %. Wenn die Teelichter in eine Duftlampe für Öle oder auf den Esstisch kommen, lässt du sie besser unbeduftet. Die Menge berechnest du mit dem Duftölrechner.

Ein Wort zu den Hüllen: Aluhüllen sind günstig, leicht und recycelbar, und die meisten Duftlampen sind genau auf sie ausgelegt. Hüllen aus transparentem Polycarbonat lassen die Flamme durch die Wand schimmern und sehen auf Tischen und in Windlichtern besonders schön aus – prüfe aber, ob der Hersteller sie ausdrücklich für Teelichter freigibt. In beiden Fällen solltest du Hüllen und Dochte in passender Größe kaufen, damit der Docht mittig und in der richtigen Höhe sitzt. So brennt das Teelicht gleichmäßig bis zum Schluss.

Ablauf

Schmilz das Wachs im Wasserbad auf 75–80 °C. Nimm es vom Herd, gib bei 60–70 °C das Duftöl dazu und rühre zwei Minuten.

Lass das Wachs auf 50–55 °C abkühlen und gieße die Hüllen bis etwa 2 mm unter den Rand voll. Die Hüllen sind in einer Sekunde gefüllt, also arbeite in Ruhe und mit einem Krug mit schmalem Ausguss – eine große Spritze oder ein Krug mit Tülle erleichtert das enorm. Kippt ein Docht, richtest du ihn mit einem Zahnstocher auf, solange das Wachs noch flüssig ist.

Lass alles abkühlen, ohne das Blech zu bewegen. Beim Erstarren kann neben dem Docht eine kleine Vertiefung entstehen; wenn dir die Optik wichtig ist, füllst du sie mit ein paar Tropfen erwärmtem Wachs auf. Sind die Teelichter kalt, kürzt du die Dochte auf etwa 5 mm.

Reifezeit

Beduftete Teelichter lässt du etwa 7 Tage in einer geschlossenen Schachtel reifen. Weil sie so klein sind, brauchen sie nicht die zwei Wochen einer großen Kerze, der Duft wird durch die Ruhezeit aber besser. Unbeduftete Teelichter kannst du nach ein bis zwei Tagen verwenden. Mehr dazu im Ratgeber zur Reifezeit.

Erstes Anzünden

Stell Teelichter immer in einen Teelichthalter, ein Windlicht oder eine Duftlampe – niemals direkt auf den Tisch: Die Hülle wird sehr heiß und kann Oberflächen markieren oder ansengen. Zünde das Teelicht an und lass es brennen; ein gut gemachtes Teelicht bildet innerhalb weniger Minuten einen vollständigen Schmelzteller und brennt mehrere Stunden ruhig.

Stell nicht mehrere Teelichter dicht an dicht: Die Hitze staut sich und das Wachs kann sich entzünden. Verwende sie auch nicht in Duftlampen, deren Schale zu nah an der Flamme sitzt. Teste mehrere Teelichter aus jeder Charge.

Varianten und Ideen

  • Transparente Hüllen: wirken edler und zeigen die Farbe des Wachses.
  • Für Duftlampen: Unbeduftete Teelichter erwärmen dein Duftwachs, ohne dass sich Gerüche mischen.
  • Schwimmend: Für etwas Ähnliches in Wasserschalen sieh dir die Schwimmkerzen an.
  • Aus Resten: Wachsreste anderer Chargen sind perfekt für Teelichter; wie das geht, liest du bei Kerzen aus Kerzenresten.

Häufige Probleme

Der Docht ertrinkt

Zu viel Duftöl oder ein zu dünner Docht. Reduziere den Prozentsatz oder nimm etwas stärkere Teelichtdochte.

Hohe Flamme oder Rauch

Der Docht ist zu lang oder zu dick. Kürze ihn auf 5 mm und probier eine andere Größe.

Schiefer Docht

Der Fuß war nicht fixiert. Klebe ihn vor dem Gießen mit einem Tropfen Wachs fest.

Vertiefung neben dem Docht

Normale Schrumpfung des Wachses. Mit ein paar Tropfen heißem Wachs auffüllen. Mehr Hilfe im Ratgeber zu Kerzenproblemen.

Schritt für Schritt

  1. 1 Stell die Teelichthüllen auf ein flaches Backblech.
  2. 2 Setz in jede Hülle einen Teelichtdocht und fixiere den Fuß mit einem Tropfen Wachs.
  3. 3 Wiege 350 g Wachs für 24 Teelichter und nach Wunsch 17 g Duftöl (5 %) ab.
  4. 4 Schmilz das Wachs im Wasserbad auf 75–80 °C.
  5. 5 Nimm es vom Herd und gib bei 60–70 °C das Duftöl dazu; zwei Minuten rühren.
  6. 6 Lass das Wachs auf 50–55 °C abkühlen.
  7. 7 Fülle jede Hülle mit einem Krug mit schmalem Ausguss bis etwa 2 mm unter den Rand.
  8. 8 Richte schiefe Dochte auf und lass alles abkühlen, ohne das Blech zu bewegen.
  9. 9 Fülle Vertiefungen neben dem Docht bei Bedarf mit ein paar Tropfen Wachs auf.
  10. 10 Kürze die Dochte auf 5 mm und lass beduftete Teelichter etwa 7 Tage reifen.
  11. 11 Mach einen Brenntest in einem Teelichthalter.

Tipps

  • Eine große Spritze oder ein Krug mit Tülle macht das Befüllen viel einfacher.
  • Halte den Duftanteil niedrig – bei einer so kleinen Kerze ist mehr nicht besser.
  • Aluhüllen kannst du nach dem Abbrennen ins Recycling geben.
  • Bewahre Teelichter in flachen Schachteln auf, damit die Dochte nicht abknicken.
  • Mach eine unbeduftete Charge für Duftlampen und Stövchen.

Fehler, die du vermeiden solltest

  • Teelichter direkt auf dem Tisch abbrennen: Die Hülle wird heiß und hinterlässt Spuren.
  • Viele Teelichter dicht aneinanderstellen: Die Hitze staut sich und es kann brennen.
  • Zu viel Duftöl: Der Docht ertrinkt oder rußt.
  • Den Docht nicht fixieren: Er kippt beim Gießen und das Teelicht brennt schief.
  • Bis zum Rand füllen: Beim Bewegen des Blechs schwappt Wachs über.

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Häufige Fragen

Wie viel Wachs braucht ein Teelicht?+

In eine Standardhülle passen etwa 12–15 g Wachs. Für 24 Teelichter also rund 350 g.

Welches Wachs ist am besten für Teelichter?+

Soja- und Rapswachs funktionieren sehr gut, Paraffin ebenso. Entscheidend ist der passende Docht.

Kann ich Teelichter beduften?+

Ja, aber sparsam mit 3–6 %. Für Duftlampen oder den Esstisch sind unbeduftete besser.

Warum brauchen Teelichter eine Hülle?+

Die Hülle hält das flüssige Wachs. Ohne sie fällt das Teelicht auseinander und heißes Wachs läuft aus.

Wie lange brennt ein selbstgemachtes Teelicht?+

Das hängt von Wachs und Docht ab, ein Standard-Teelicht brennt aber meist mehrere Stunden.

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